Blue Community Zürcher Limmattal?

Die Stadt Dietikon im Zürcher Limmattal ist bereits seit Juli 2021 eine Blue Community. Jetzt sollen weitere Gemeinden Blue Communities werden, verlangt die SP im Limmattal. An einer Veranstaltung mit Madelaine Moore am 10. Oktober in Schlieren wird das Projekt Blue Community Limmattal vorgestellt. Die Limmattaler Zeitung hat einen Artikel dazu veröffentlicht. Hier Auszüge aus dem Artikel:

Mehr Gemeinden sollen Blue Communities werden
Hahnenburger statt Flaschenwasser, Dietikon als Vorbild: SP lanciert in sechs Gemeinden Vorstösse mit gleichem Ziel.

Lukas Elser

Die Sozialdemokraten machen sich für den Schutz des Trinkwassers stark. Sie wollen, dass mehrere Limmattaler Gemeinden Teil eines Netzwerks werden, das sich den Trinkwasserschutz auf die Fahne schreibt. Die Gemeinden sollen sich zum Label Blue Community verpflichten. Wer dem Netzwerk beitritt, anerkennt, dass Wasser ein öffentliches Gut und ein Menschenrecht ist. «Sie achten auf einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und setzen sich dafür ein, dass Wasserversorgung und -nutzung in der öffentlichen Hand bleiben», heisst es auf der Website des Netzwerks über die beteiligten Gemeinden. Für die SP bedeutet das, dass Wasser nicht privatisiert werden darf. Zudem verpflichten sich die Mitglieder, Leitungswasser «so weit wie möglich» zu verwenden und auf Flaschenwasser zu verzichten, wie es auf der Website weiter heisst. Und in einer Mitteilung der SP steht, dass sich die Mitglieder finanziell an Wasserschutzprojekten im Ausland beteiligen.

Und wie wird kontrolliert, dass sich die Mitglieder tatsächlich an ihre Pflichten halten? Einmal pro Jahr soll ein Treffen mit der weltweit aktiven Organisation stattfinden. Zudem müssen die Gemeinden einen jährlichen Tätigkeitsbericht verfassen. Bern und Dietikon ­gehören bereits dazu Um ihrem Begehren Nachdruck zu verleihen, hat die SP in Aesch, Birmensdorf, Oberengstringen, Schlieren, Unterengstringen und Urdorf je einen Vorstoss eingereicht – in Schlieren als Postulat, in den anderen Gemeinden als Einzelinitiative. Dieser verlangt, dass die jeweiligen Gemeinden Teil des Netzwerks werden. Kein Vorstoss wurde in den Gemeinden Oetwil, Geroldswil, Weiningen und Uitikon eingereicht.

Dietikon ist bereits Blue Community. Die Stadt hat sich dem Netzwerk 2021 angeschlossen. Auch hier geht der Beitritt auf einen Vorstoss der SP zurück. Ebenfalls zum Netzwerk gehören gemäss Blue Community Schweiz die Städte Bern, St. Gallen, Gossau SG und Neuenburg. Zudem Hochschulen, Kirchgemeinden, Nonprofit-Organisationen und Firmen. Alles in allem spricht der seit 2013 existierende Schweizer Ableger von über 40 Mitgliedern. In ihrer Mitteilung verweist die SP darauf, dass Wasser in vielen Ländern ein knappes Gut ist. «Aber auch in der Schweiz haben wir mit der Klimakrise und mit Wasserverunreinigungen Probleme zu lösen.» Die SP kritisiert, dass internationale Konzerne wie Nestlé oder Danone «Millionen mit abgefülltem Wasser» verdienten. Aus all diesen Gründen müsse man jetzt Verantwortung auf kommunaler Ebene übernehmen.

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